Vom Dach auf die Fassade

Die nichtbrennbare „Masterrock NB“ ist eine Steinwolle-Dachdämmplatte mit Zweischichtcharakteristik und deshalb eine mehr als nur probate Lösung für die Dämmung der Außenwand im Holzrahmen- und Holztafelbau. Viele Zimmerer und Dachdecker schätzen insbesondere die mit 50 kPa sehr hohe Druckfestigkeit der „Masterrock NB“, dank derer sie mit allen für den Fassadenbereich im Holzbau zugelassenen Schrauben befestigt werden kann. „Die Platte erfüllt alle Voraussetzungen, die für das Anwendungsgebiet WAB gefordert werden, und bildet zusammen mit der im Holzbau bereits bekannten ,Flexirock’ Dämmplatte ein schlagkräftiges Duo“, erklärt dazu Dipl.-Ing. Matthias Becker, verantwortlicher Produktmanager bei der Deutschen ROCKWOOL.

Schlanke Konstruktion dank geringer Wärmeleitfähigkeit
Wird zwischen die im Neubau üblichen 18 cm dicken Ständer einer Holzbauwand die flexible Steinwolle-Dämmplatte „Flexirock“ in der Wärmeleitfähigkeit 035 in gleicher Dicke eingebracht, so genügen meist bereits 8 cm dicke „Masterrock NB“ Dämmplatten vor den Ständern, um Außenwände in Passivhausqualität (ca. U-Wert ≤ 0,15 W/m2K) zu erzeugen. Das ermöglicht eine Reduktion der Tragwerkkonstruktion auf das statisch erforderliche Maß

Die „Masterrock NB“ wird horizontal im Verband verlegt und mit einer Konterlattung befestigt. So werden Wärmebrücken vermieden. Eine Fassadenbekleidung aus Holz oder Fassadentafeln wird an der Konterlattung befestigt. EPDM-Fugendichtband auf der Konterlattung sorgt für deren Schutz vor Feuchte. Die so geschaffene Fassadenkonstruktion ist bauphysikalisch sicher, weil diffusionsoffen und hinterlüftet. Durch die Trennung von Dämmebene und Tragwerk ist die Holzkonstruktion dauerhaft vor Temperaturschwankungen geschützt.


Nichtbrennbare Steinwolle für den mehrgeschossigen Holzbau
Gegenüber der im Holzbau verbreiteten Holzweichfaserdämmung besitzen ROCKWOOL Dämmplatten aus Steinwolle zwei entscheidende Vorteile: Zum einen weisen sie mit λ= 0,036 W/(m•K) oder sogar λ= 0,035 W/(m•K) eine bessere Wärmeleitfähigkeit auf. Zum anderen sind Steinwolledämmstoffe nichtbrennbar, Euroklasse A1, leisten also einen wertvollen Beitrag zum vorbeugenden Brandschutz – gerade im Holzbau. Da mit der „Masterrock NB“ Fassaden von Gebäuden bis 22 m, also bis an die Hochhausgrenze gedämmt werden können, ist das Argument der Nichtbrennbarkeit vor allem für den mehrgeschossigen Holzbau von großer Bedeutung.

Um für alle Fälle der Sanierung die nötige Flexibilität zu erhalten, sind die „Masterrock NB“ Dämmplatten in Dicken von 60 bis 180 mm, die „Flexirock 035“ Dämmplatten für die Dämmung zwischen den Ständern in 60 bis 200 mm Dicke lieferbar. 

Fugenlos und winddicht
Die „Masterrock NB“ wird mit einem Dämmstoffmesser oder mit im Holzbau üblichen Sägen zugeschnitten. Ihre harte Decklage, die bei der Montage in der Fassade nach außen zeigt, ist durch einen Aufdruck des Produktnamens markiert. Werden die Dämmplatten stumpf gestoßen und im Verband verlegt, so verfilzen die Fugen zwischen den Platten, die so eine fugenlose Dämmlage bilden. Bei ausreichendem Wetterschutz der Außenwandbekleidung gemäß DIN 68800-2 kann auf eine zusätzliche Unterdeckbahn für die Ableitung von Niederschlagswasser und zwecks Winddichtheit verzichtet werden. Die Bedingungen der Norm müssen hier allerdings stets eingehalten werden.

In kritischen, stark dem Regen ausgesetzten Fassaden kann wie auf dem Dach die „Masterrock NB kaschiert“ mit aufkaschierter, diffusionsoffener Unterdeckbahn und Selbstklebestreifen eingesetzt werden. Dies ist besonders dann zu empfehlen, wenn die Bekleidung in der Bauphase nicht direkt montiert wird, denn sie kann während der Bauphase bis zu drei Monate lang frei bewittert werden. Durch die Unterdeckbahn (sd = 0,08 m), deren Überlappungsbereiche schnell und sicher verklebt werden, wird darüber hinaus später Wasser, das die Bekleidung durchdringt, zuverlässig abgeleitet. Bei kleinformatigen Außenwandbekleidungen, zum Beispiel Schindeln oder Schiefer, ist ebenfalls die kaschierte Variante zu empfehlen.
 

Dämmung: Raus aus der Energiefalle – mit ökologischem Nutzen

Standen früher beim Einbau der Gebäudedämmung vor allem wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund, sollen die verwendeten Materialien heute zunehmend auch umweltfreundlich sein. Holz bietet als Bau- und Rohstoff die besten Voraussetzungen, damit Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit nicht zu kurz kommen.

Der Heizenergieverbrauch hat maßgeblichen Anteil am Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2). Eine verbesserte Gebäudedämmung ist daher ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Das natürliche Material Holz als Dämmstoff verstärkt diesen Vorteil noch einmal zusätzlich. Denn bereits in dem Dämmmaterial ist CO2 gebunden, das der Baum während seines Wachstums im Wald aus der Luft aufgenommen hat.

Schon von Natur aus verfügt Holz aufgrund seiner Porigkeit über eine geringe Wärmeleitfähigkeit und somit über besonders gute Dämmwerte. Veredelt zu Holzfaserdämmstoffen wird dieses natürliche Potenzial zusätzlich gesteigert. Die Porigkeit des Holzes wird erhöht, wodurch sich die Wärmedämmung weiter verbessert. Je nach Herstellungsverfahren kann bei Holzfaserdämmplatten sogar auf die Verwendung zusätzlicher Harze oder Klebstoffe verzichtet werden: Im so genannten Nassverfahren werden die Holzfasern nur mit Wasser vermengt, beim anschließenden Trocknen lassen die holzeigenen Bindekräfte eine stabile Platte entstehen.

Im Wohnungsinneren sorgt eine fachgerechte Dämmung für ein Raumklima zum Wohlfühlen. Eine Temperatur zwischen 20 und 22 Grad Celsius, die als besonders behaglich wahrgenommen wird, kann in den Wohnräumen gut gedämmter Bauwerke im Winter bereits mit geringem Heizaufwand erreicht werden. Holzoberflächen und Holzfaserdämmstoffe wirken dabei zusätzlich feuchteregulierend – ein wichtiger Aspekt für gesundes Wohnen. Im Sommer hält die Dämmung die Räume hingegen angenehm kühl. Holzfaserdämmstoffe zeigen hierbei noch einmal deutlich ihre Vorteile gegenüber anderen Dämmstoffen: Im direkten Vergleich mit mineralischen Dämmstoffen verringern Holzfaserdämmplatten im Dachgeschoss deutlich die Stunden, in denen es im Sommer übermäßig warm ist.

Neben einer guten Wärmedämmung weisen Holzfaserdämmstoffe hervorragende Eigenschaften zur Schalldämmung auf. Somit bleiben Verkehrsgeräusche oder Baulärm durch das natürliche Material außen vor. Entspannten Momenten in den eigenen vier Wänden steht daher nichts im Wege.

Holzfaserdämmstoffe gibt es für alle Verwendungsbereiche, zum Beispiel als klassische Zwischensparrendämmung für das Dach oder – mit Nut und Feder versehen – als zusätzliche Aufdachdämmung bei Neueindeckung des Daches. Zur Verbesserung der Fassadendämmung stehen Dämmplatten zur Verfügung, die sowohl außen- als auch innenseitig eingebaut und anschließend verputzt oder anderweitig bekleidet werden können. Spezielle Holzfaser-Trittschalldämmplatten sorgen darüber hinaus unter dem Bodenbelag für Ruhe. In allen Fällen zeigt Holz dabei seine hervorragenden Dämmeigenschaften.

[Quelle: Holzabsatzfonds]

AGEPAN® TSR - Die universell einsetzbare Holzfaserdämmplatte

Die AGEPAN® TSR ist eine im Trockenverfahren hergestellte Holzfaserdämmplatte mit stumpfen Kanten oder Stufenfalz, die den Anforderungen der DIN EN 13171 und der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-23.15-1508 entspricht. Die diffusionsoffene und wärmedämmende Platte trägt durch ihre guten bauphysikalischen Eigenschaften zu einem positiven Wohnraumklima bei.

AGEPAN® Flex - Die Dämmplatte für Neubau und Sanierung

Die AGEPAN® Flex ist eine im Trockenverfahren hergestellte Holzfaserdämmplatte mit stumpfen Kanten, die den Anforderungen der DIN EN 13171 und der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-23.15-1508 entspricht. Die Holzfasern werden mit einer speziellen Technologie dreidimensional zu einer homogenen Matte vernetzt und sind daher besonders flexibel und anpassbar. Darüber hinaus ist die AGEPAN® Flex diffusionsoffen und sorptionsfähig. Sie erfüllt hohe ökologische Standards und wird als Hohlraumdämmung im Dach- und Wandbereich zwischen der Tragkonstruktion eingesetzt.

Vario® Security: Innen wie außen – das Komplettsystem bietet optimalen Feuchte- und Witterungsschutz.

ISOVER erweitert das patentiertes Vario® Xtra-Klettsystem

Vario® ist der garantiert sichere Feuchteschutz und verhindert Feuchte und Schimmelbildung in der Dachkonstruktion. Jetzt wurde das Vario® Xtra System weiterentwickelt, so dass die Verarbeitung noch einfacher und dadurch sicherer wird. Dies bestätigen auch das erteilte Patent und der Markeneintrag.